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evivo ringt den TVR nieder

Erfolgreich gekämpft

 

In der Volleyball-Bundesliga hat evivo düren den erhofften Heimsieg über den EnBW TV Rottenburg eingefahren. 3:1 endete das Spiel zu Dürener Gunsten.

 

25:17, 23:25, 27:25, 25:22 lautete das Satzergebnis. Die Mannschaft von Trainer Sven Anton musste Kämpfer-Qualitäten beweisen und sich am eigenen Schopf aus dem Schlamassel ziehen. Im zweiten und über weite Strecken des dritten Satzes passte im Dürener Spiel gar nichts. Dass evivo Durchgang drei dann doch noch gewonnen hat, war vorentscheidend für das Spiel. Rottenburg vergab zwei Satzbälle, evivo nutzte den ersten mit einem Block von Merten Krüger zum 27:25. In den Minuten zuvor hatte die Mannschaft von Trainer Sven Anton gute Nerven bewiesen und die Schwächephase zuvor überwunden. Neben Krüger hatte vor allem Christian Dünnes großen Anteil daran. „Dass wir ein 11:17 noch aufholen, zeigt doch, wie viel Leben in der Mannschaft steckt“, sagte Sven Anton. Die 1200 Besucher in der ARENA Kreis Düren honorierten den Einsatz der Mannschaft mit viel Applaus.

Jetzt kommt es zu einem echten Finale um Platz fünf. Düren tritt am Samstag um 14 Uhr bei den RWE Volleys Bottrop an. Der Sieger trifft im Playoff-Viertelfinale auf den Moerser SC, der Verlierer bekommt es mit dem Drittplatzierten zu tun. Der steht bisher nicht fest, das die drei Top-Teams aus Berlin, Friedrichshafen und Unterhaching punktgleich vorne weg marschieren.

 

Düren startet gut. Ein Block und ein Gegenangriff von Nikolai Kracht markieren die 4:1-Führung. Beim 13:12 für Düren haben die Gäste wieder Anschluss gefunden, das Dürens Jaromir Zachrich einen Angriff verzieht und Rottenburgs Falko Steinke kurz darauf einen Gegenangriff versenkt. Christoph Eichbaum leitet die Vorentscheidung in diesem Satz ein, da er Steinke zum 17:14 blockt. Dann wackelt die Annahme der Gäste, evivo bedankt sich mit Blocks von Kracht und Merten Krüger sowie einem Zachrich-Angriff.

 

Das 25:17 im ersten Satz war am Ende offenbar zu einfach. Düren hat jetzt Probleme mit der Konzentration und begeht leichte Fehler zu Beginn von Durchgang zwei. Abwehrchef Fabian Kohl und Kracht wackeln in der Annahme, Christian Dünnes verzieht im Angriff. Der TVR führt mit 13:9. Düren ist wieder dran, als die Gäste zum 18:19 einen Angriff verschlagen. Ein Block gegen Dünnes bedeutet das 21:18 für Rottenburg. Zwar kann evivo in der Abwehr einige Bälle verteidigen. Aber mehr als das 23:25 ist nicht mehr drin.

 

Der dritte Satz beginnt erneut schlecht für evivo. Dünnes hat die Feinjustierung im Angriff verloren und verschlägt drei Mal. Ein Grund dafür: Die Annahme der Dürener, die zu anfällig ist und einem guten Spielaufbau verhindert. Bis zum 7:13 verschlimmert sich die Situation. Nikolai Kracht hat eine Schwächephase, muss aber durchhalten, da Düren verletzungsbedingt keine Wechselmöglichkeit hat. Hoffnung keimt auf, weil der TVR zwei Mal im Angriff patzt und der wichtigste Angreifer Falko Steinke im evivo-Block hängen bleibt. Düren verkürzt auf 11:13, leistet sich dann aber erneut Fehler. Dünnes und Kracht werden geblockt, Rottenburg führt 17 :11. Auf die schwächste Dürener Phase folgt prompt die stärkste. Sven Antons Mannen machen jetzt kaum noch Fehler und sind in der Block- und Feldabwehr hellwach. Eichbaum versenkt einen Gegenangriff, der TVR scheitert am Dürener Block oder trifft wiederholt das Feld nicht. Düren gleicht zum 20:20 aus, um dann gleich wieder 20:22 hinten zu liegen, da die Gäste gut verteidigen und Kapitän Matthias Pompe aus dem Hinterfeld punktet. Düren gleicht schnell wieder aus, wehrt zwei Satzbälle ab. Der starke Christian Dünnes, dessen Angriffe evivo jetzt im Spiel halten, besorgt den ersten Satzball beim Stand von 26:25. Merten Krüger macht mit einem Block den Deckel drauf.

 

Der vierte Satz bleibt lange eng. Am Anfang blockt Stefan Hübner zwei Mal. Sein Gegenangriff bringt die 4:1-Führung. Diese egalisiert Steinke mit einem Ass zum 11:11. Düren bleibt jedoch ruhig und spielt mit wenig Fehlern. Die unterlaufen den Gästen mit einem Übertritt von Dirk Mehlberg. Und weil Dünnes anschließend nach guter Abwehr punktet, führt evivo 19:16. Ein Annahme-Fehler von Kracht bringt Rottenburg auf 19:20 heran. Die nächsten zwei Punkte gehen an Düren, da der TVR im Angriff patzt. Den Vorsprung von drei Punkten hält Düren jetzt bis zum Satzende, das gleichzeitig den Sieg bedeutet.

 

„Wir haben uns selbst aus dem Loch herausgezogen, das wir uns gegraben haben“, sagte Sven Anton nach dem Spiel. „Hätten wir unsere Punktchancen besser genutzt, dann wäre der zweite Satz nicht passiert.“ Dass der Außenangriff derzeit seine Probleme hat findet Anton verständlich. „Jeder wackelt mal. Dann bringst du einen anderen Spieler, und es läuft wieder. Das können wir im Moment nicht. Deswegen mache den Jungs ein Kompliment, die sich trotz eines Durchhängers wieder gefangen haben.“ Das müssen die evivo-Spieler auch in der restlichen Saison leisten. Denn der verletzte Kamil Kacprzak wird vermutlich auch für die Playoffs nicht fit werden. Als Wechselmöglichkeit steht dafür jetzt Till Lieber zur Verfügung.

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