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Der Bericht zum Moers-Spiel

 

Der Sprung auf Platz fünf

Zu den großen Gewinnern des jüngsten Spieltags in der Volleyball-Bundesliga gehört evivo düren. Die Volleyballer von der Rur haben das NRW-Derby gegen den Moerser SC mit 3:2 gewonnen.

25:18, 25:19, 22:25, 19:25, 15:4 lauteten die Satzergebnisse vor 1800 Zuschauern in der ARENA Kreis Düren. Gleichzeitig gab es Niederlagen für die direkte Konkurrenz im Rennen um die bestmöglichen Playoff-Plätze. Die RWE-Volleys Bottrop unterlagen zu Hause dem TV Rottenburg, die Netzhoppers Königs Wusterhausen zogen in Mitteldeutschland den Kürzeren. Düren rückt damit auf Rang fünf der Tabelle vor und hat nur noch zwei Verlustpunkte mehr auf dem Konto als der Moerser SC. Entspannt ist die Lage keinesfalls. Im Gegenteil. Denn Bottrop und Rottenburg liegen in Lauerstellung, da evivo nur zwei Punkte besser ist. „Wir können in der Liga nicht nur nach oben gucken“, sagte Angreifer Christian Dünnes. „Dafür liegen die Teams viel zu nah beieinander.“ Das Rennen um eine gute Ausgangsposition bleibt also weiter eng.

Im Spiel der NRW-Rivalen zeigten beide Teams zwei Gesichter. „Wir haben drei Sätze lang perfekt gespielt“, lobte evivo-Trainer Sven Anton seine Mannschaft. In den Durchgängen eins, zwei und fünf spielte evivo fast ohne Fehler und war vor allem taktisch stark. Dürens Aufschläge trafen Moers genau an den Schwachstellen. Während die Gäste vom Niederrhein mit hoher Fehlerquote spielten, war Düren vor allem im Bereich Block und Feldabwehr stark. „Wir haben wieder gekämpft wie die Stiere“, so Anton. „Aber wir haben auch die Nerven behalten und sind dafür belohnt worden.“ Nerven behalten musste Düren auch. Denn in den Sätzen drei und vier machte Moers weniger Fehler und spielte sein Plus an Erfahrung aus. „Ich bin stolz, dass wir es geschafft haben, im fünften Satz so stark zurückzukommen“, sagte Anton über die Leistung seines Teams im Entscheidungssatz.

Satz eins blieb bis zur ersten technischen Auszeit offen. Danach griff das Konzept der Dürener, die viele gezielte Flatteraufschläge einsetzten. Die Aufschläge von Jaromir Zachrich und Felix Isaak zeigten Wirkung. Moers produzierte direkte Fehler in der Annahme oder im Angriff. 18:13 lautete die Dürener Führung, die aber wieder schrumpfte, weil die evivo-Annahme unsicher war. Christian Dünnes verwandelte einen wichtigen Angriff zum 21:18. Isaak im Block und Zachrich mit dem Aufschlag sorgten für die nächsten Punkte bis 25.

Satz zwei war schnell entschieden. Dünnes servierte stark, Moers fand keine Antwort und lag 1:5 hinten. Zum 11:4 für Düren blockten Isaak und Merten Krüger. Düren spielte in dieser Phase ohne Fehler, Moers wirkte angeschlagen. Zum Satzende verlor evivo an Spannung, während der MSC Schritt für Schritt in die Partie fand. Für Satz zwei kam der Moerser Aufwind mit guter Block- und Feldabwehr jedoch zu spät.

In Durchgang drei war die Mannschaft um den routinierten Niederländer Dirk Jan van Gendt im Spiel. Düren führte zwar 8:6, produzierte dann aber zu viele Fehler. Etliche Chancen zum Gegenangriff blieben ungenutzt. In der Satzmitte schlichen sich Probleme in der Annahme ein. Düren geriet über 10:12 mit 15:19 ins Hintertreffen. Bei den Gästen funktionierte das Angriffsspiel aus der eigenen Abwehr mittlerweile stark. Der Lohn war das 25:22.

Auf ein Dürener Zwischen-Hoch mit zwei Moerser Fehlern und einem Zachrich-Block folgte die schwächste evivo-Phase. Die Mannschaft gab eine 10:6-Führung aus der Hand. Ursprung des Dürener Übels waren die guten Aufschlage von MSC-Außenangreifer Gertjan Claes. Der MSC glich zum 10:10 aus. Es folgten ein Block gegen Dünnes, ein Dürener Annahme-Fehler und ein Netzroller des MSC zum 16:13 für die Gäste. Düren stagnierte, Moers spielte clever und gewann 25:19.

Satz fünf war das exakte Gegenteil zum Spielgeschehen zuvor. Düren machte Druck im Aufschlag, Dünnes arbeitete die so entstandenen Punkte im Angriff ab. Von 2:1 zog evivo vorentscheidend auf 10:1 davon. Der MSC bracht in der Annahme völlig ein, während die evivo-Aufschläge immer gefährlicher wurden. Diesmal waren es die Flatter-Angaben von Nikolai Kracht, auf die die Gäste keine Antwort hätten. Den Matchball verwandelte Merten Krüger mit einem Ass.

„Dass wir das Spiel noch gewonnen haben war enorm wichtig für uns“, befand Manager Michael Overhage. „Mit dem so souverän gewonnenen Tie-Break haben wir das schlechte Gefühl aus den beiden 2:3-Niederlagen zuvor vertrieben.“ Einen besonderen Dank richtete Overhage an die Fans. „Die Unterstützung war Wahnsinn. Wir sind froh, dass wir dem Publikum nicht nur eine kämpferisch tolle Leistung, sondern einen Sieg bieten konnten.“

Zum MVP des Spiel wurde evivo-Angreifer Christoph Eichbaum ernannt. "Eiche" lieferte eine in allen Elementen starke Partie ab. Bester Spieler beim MSC war Mittelblocker Hooi.

Am kommenden Wochenende ist evivo wegen des Pokalfinales spielfrei. Am Wochenende darauf steht das schwere Auswärtsspiel in Gotha an.

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