Wichtiger Sieg
Platz sieben als Ziel
In der Volleyball-Bundesliga hat evivo düren einen großen Schritt in Richtung Endrunde gemacht. Mit dem Sieg über die RWE Volleys Bottrop rückte Düren in der Tabelle auf den achten Platz vor. 3:0 (25:23, 25:14, 25:18) endete die Partie aus Dürener Sicht. Lediglich im ersten Satz war das Spiel gegen den sieglosen Tabellenletzten einigermaßen spannend. Und das aus Sicht von evivo völlig unnötig. Die Mannschaft spielte sich eine deutliche 12:3-Führung heraus. Mit Block- und Feldabwehr machte evivo die meisten Angriffe des NRW-Rivalen zunichte. Das Gefühl des sicheren Satzgewinns ließ die Dürener Mannschaft jedoch die nötige Anspannung verlieren. Bis zum Satzende leisteten sich die Hausherren einige Flüchtigkeitsfehler. Entsprechend groß war das Aufatmen, nachdem Düren den Durchgang doch noch knapp gewinnen konnte.
Das war´s mit spannend. In der Folge spielte Düren konsequenter. Vor allem in den Bereichen Angriff und Block/Feldabwehr war evivo deutlich überlegen. Bis auf ein paar Bälle jeweils am Satzende zeigte das Team von Trainer Söhnke Hinz Entschlossenheit. „Die Situation ist nicht einfach im Moment“, sagte der Trainer. „Schließlich gab es zuletzt viel Kritik. Aber damit müssen die Spieler umgehen. Gegen Bottrop haben sie das geschafft.“
Der Sieg war wichtig, weil er die Mannschaft ganz nah an das Ziel Playoffs herangeführt hat. Düren rückte auf den achten Platz vor, weil der CV Mitteldeutschland sein Spiel beim Tabellenführer Generali Haching verloren hat. „Das Spiel hat uns außerdem gut getan, weil wir es gewonnen haben. Ein Sieg fühlt sich immer besser an. Jetzt werden wir daran arbeiten, auch das nächste Spiel zu gewinnen“, betonte Kapitän Jaromir Zachrich.
Beinahe hätte es am Ende des Spieltages auch für Rang sieben gereicht. Weil der VC Gotha sich in Moers allerdings zwei Sätze erkämpfte, bleiben die Thüringer in der Tabelle vor Düren. Beide Mannschaften treffen am Samstag in Gotha aufeinander. Der Sieger ist Siebter und ganz sicher in den Playoffs dabei. Der Verlierer muss darauf hoffen, dass der CV Mitteldeutschland keine Überraschung landet, indem er den Zweiten VfB Friedrichshafen schlägt. Gelingt das den Mitteldeutschen nicht, dann hat auch der Verlierer der Gotha-Düren-Partie die Playoffs als Achter erreicht. „Wir können insgesamt mit der Saison nicht zufrieden sein“, sagte Söhnke Hinz. „Allerdings werden wir weiter versuchen, das Beste aus unserer Situation zu machen. Und das wäre jetzt Platz sieben als Ausgangspunkt für die Playoffs“, so der Trainer.
Abschließend erneut ein Dank an die Dürener Fans: Trotz Karneval und trotz einer Saison, in der evivo hinter den Erwartungen zurück bleibt, haben 800 Zuschauer gegen den Tabellenletzten für großartige Stimmung gesorgt. Das ist bemerkenswert!

















